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Blog-Event: Mit Walnüssen durch das Jahr

Veganer Kuchen mit Walnuss und Träubles





Salu liebe Zora und Freunde,

mein bescheidener Beitrag zum Blogevent hätte vom Plan her anders funktionieren sollen. Zumindest wieder etwas weniger klassisch. Milchfrei und weil wir schon dabei sind, auch eifrei. Also ein veganer Kuchen. Was paßt zu Walnuss im Juli? Richtig, Träubles oder Treibla so nennen wir in Württemberg die Roten Johannisbeeren. In Österreich Ribisel(n), Schweiz Meertrübeli. In normalen Jahren sind die frühen Sorten schon um Johanni, dem 24. Juni, reif. Dieses Jahr waren sie zu Johanni noch grün. Die Sonne der letzten Tage war genial für die Reife. Man konnte beim Rotwerden zuschauen.

Die Idee war ein Rollkuchen mit Träubles auf Träublesteig und Walnuss auf Walnussteig. Hätte was werden können. Nur hab ich mich bei Teigausrollen sowas von verhauen, daß ein fast einheitlich gefärbter Kuchen das Ergebnis nach dem Backen war.


veganer Walnusskuchen mit Träubles


Die Rollstruktur ist gerade noch zu erkennen. Das Rote sind die Träubles. Der Teig war zu dünn gewalzt, ca. 5 mm. Das mindestens Doppelte, größer 10 mm, wäre besser gewesen. So wäre zudem die Zweifarbigkeit deutlich zum Ausdruck gekommen.


veganer Walnusskuchen mit Träubles, Bild 2


Vorarbeit:

Einige schöne Stücke der Walnüsse einen Tag vorher in Sirup einlegen. Ich hatte noch etwas Rosensirup übrig. Wer allerdings meint, die Rosen wären geschmacklich zu spüren wird enttäuscht sein. Der Duft geht unter.

In einer weiteren Schale einige weitere Walnusstücke, die mit dem Messer in kleine Bruchstücke geschnitten wurden ebenfalls in Sirup einlegen.

Ein weiterer kleinerer Teil wurde in der Kaffeemühle etwas feiner gemahlen.

Die Träubles wurden frisch gepflückt. Ca. 500 Gramm. Sanft gekocht, bis der Saft austritt. Der Sud wird mit der Flotten Lotte passiert. Die Kernles finden sehr gut in den Zahnlücken eine neue Heimat. Einerseits praktisch, man hätte was für später, anderseits... naja,,, wir wissen es schon. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Der Teig:

Wie gesagt, ohne Milch und Ei, also vegan.

Die Menge bezieht sich auf 2 übliche Kastenformen.

Der Grundteig besteht aus:

1000 Gramm Weizenmehl, 405er. Auf andere Sorten, wie Vollkorn, Dinkel etc. muß ich verzichten. Persönliches Pech.

120 bis 150 ml einfachstes Rapsöl

150 Gramm Zucker

1 Glas Wasser mit rund 200 ml

Den Saft aus 10 bis 20 Aroniabeeren, Apfelbeere

und 4 Päckles Backpulver, Wirklich VIER. Die zusätzliche Triebkraft wird gebraucht.

Säuerungsmittel: Apfelsaftkonzentrat aus eigenem Anbau. 3 Eßlöffel. Zitronensaft würde auch gehen. Als Zitronenfreier Haushalt nehm ich jenes, was da ist. Apfelsaftkonzentrat ist dermaßen fruchtig und gleichzeitig süß, eine Freude für alle, die sich an die Kindheit mit den Sauren Fruchtgummischlangen erinnern können. Geprüfte Muffinsbäcker nehmen Buttermilch als Säuerungsmittel. Das Backpulver explodiert damit und herrlich lockere und fluffige Muffins gelingen. Vegan gesehen ist Apfelsaftkonzentrat die bessere Lösung.


Apfelsaftkonzentrat in der praktischen Bärchendosierflasche:


Apfelsaftkonzentrat in der praktischen Bärchenflasche





Der Mischprozeß:

Mehl mit dem größten Teil des Wassers, 2/3, in den Rührautomat geben. Es bilden sich Klümples. ruhig weiterrühren lassen. Das Eiweiß im Mehl wird erst dann richtig aufgeschlossen. Zur Erinnerung: wir arbeiten vegan, ohne Ei.

Nach etwa 10 bis 15 Minuten das Öl zugeben. Warten bis der Teig geschmeidig wird.

In der Wartezeit den Zucker mit dem Backpulver in einer extra Schale durchmischen.. das ist ein Trick welcher eine homogene Durchmischung im Teig garantiert.

Die Zucker/Backpulvermischung zugeben. Rühren lassen.

Wenn der Teig dann so richtig geschmeidig wird, das Säuerungsmittel, hier wie geschrieben, 3 Eßlöffel Apfelsaftkonzentrat, zugeben. Apfelsaftkonzentrat ist leicht dunkel. Somit wird an der änderung der einheitlichen Farbe die optimale Mischzeit optisch erfaßt. Man siehts halt...

Die Menge des Teigs jetzt in 2 gleichgroße Teile aufteilen.

Teil 1 des Teigs mit der in der Kaffemühle gemahlen Walnussstücken vermengen. In eine Schüssel füllen und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Der fertige Teig muß fingerklebend sein, eventuell etwas vom Restwasser zugeben, dann wird es genau richtig.......

Teil 2 des Teigs mit dem Saft der Aroniabeeren UND 4 bis 5 Eßlöffel Träublesmus homogen rühren. Ebenso in eine Schüssel füllen und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Der fertige Teig muß fingerklebend sein, eventuell etwas vom Restwasser zugeben, dann wird es genau richtig.......

Den gekühlten Teig in einer Folie walzen. Schichtdicke sollte wirklich mehr als 10 mm betragen. Ich hatte nur 5 mm. Ein Planungsfehler....

Den Walnussteig mit den Sirupbruchstücken gleichmäßig bestreichen.

Den Träublesteig mit dem Träublesmuß genauso gleichmäßig bestreichen.

Den Walnußteig über den Träublesteig legen. Ist etwas kunstvolle Handarbeit, klappt in der Regel trotzdem.

Anschließend das eine Ende der Träublesteigfolie anheben und so ganz einfach lassen sich die beiden Teigschichten zu einer Rolle rollen.

Die Rollen in die mit Rapsöl ausgestrichenen Kastenformen geben.

Mein Backofen ist sehr eigensinnig. Deswegen nur meine Empfehlung. 150 Grad Umlauf auf Mittelschiene. Nach 10 bis 15 Minuten werden die Kastenformen mit Alufolie abgedeckt. Der Zustand ist beim Bedecken sanft braun. Unbedingt machen, durch den den hohen Zuckeranteil besteht sonst die Chance statt gediegenes Braun ein gepflegtes Schwarz zu bekommen... Nach 20 Minuten die ganzen Sirupwalnußstüke auf den Kuchen legen. Nie vorher, sonst bitter und schwarz. Nach 30 Minuten war alles gebacken ... oder so... genau weiß ich das leider nimmer., weil der Referenzfunkuhr gerade einfiel sich neu zu justieren.... Die Batterie war alle... Persönliches Pech....


Fertiger Kuchen, wie aus dem Unfall einer sehr guten und kreativen Köchein gelernt... immer mit Tuch...:


veganer Walnusskuchen mit Träubles, frisch aus dem Ofen


Dein Blogevent hat viel Spaß gemacht. Ich hoffe wir schreiben uns wieder.

Sonnige Grüße

Werner



Spezial-Blog-Event LXXXVIV - Mit Walnüssen durchs Jahr


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