Mein Beitrag

Linsen, die Erste





Salu, liebe Tina, liebe Zora und liebe Freunde,

mein bescheidener Beitrag zum Thema Linsen. Komplett selbst gekocht, wie ich es mag. Natürlich üppig und reichlich ....


Linsen I


Zutatenliste:

1 Packung Tellerlinsen, 500 Gramm
Spätzlesmehl (Weizenspund)
Hartweizengries
1 Ei Größe L
6 Scheiben Bauchspeck
1 große Gelbe Rübe (Karotte)
1 Stück Lauchspitze , mindestens 100mm lang
1 großes Stück Sellerie, hier ein Viertel einer mittelgroßen Knolle
Salz, Pflanzenöl, Spätzlesgelb, 405er Wezenmehl, Apfelessig, gemahlener Kümmel und sonstige Gewürze

Die Arbeitsschritte:

Am Tag vorher die Bauchscheiben in etwas Wasser, etwa ein halber Liter, weichkochen, dauert etwas über eine Stunde. die noch warmen Scheiben gut abtropfen lassen und kühl lagern . Das Kochwasser abkühlen lassen . Eine Art Gel mit schwimmender Schmalzschicht entsteht, genau dies brauchen wir später.
...
Ich lasse die Linsen immer in Wasser quellen und zwar gut 24 Stunden. Die Linsen sind mindestens 2 Centimeter unter Wasser. Nach etwa 12 Stunden wird das Wasser gewechselt. (Tip: Das Quellwasser eignet sich wegen der gelösten Stoffe ideal als Gießwasser für die Balkonpflanzen) Wer genau hinsieht kann die winzigen Keime entdecken. Darin beseht die Absicht. In den Keimen stecken schon winzige Spuren an verschiedenen für den Körper wichtigen Stoffen.


Bauchfleisch, am Vortag zubereitet und Spätzlesgelb
Das Bauchfleisch, am Vortag ausgelassen und Spätzlesgelb (Calendulablütten im Öl eingelegt), links



In der Mittte Spätzlesmehl (Weizenspund), links 405er Mehl, rechts Hartweizengries
die verschiedenen Mehle. Links: 405er Weizenmehl, Mitte: Weizenspund (Spätzlesmehl, eine gröbere Form des Mahlung, quasi feines Grieß), Rechts: Hartweizengrieß



Dui Spätzla (die Spätzles):

Ich nehme gerne zum Weizenspund zusätzlich Hartweizen für den Spätzlesteig, die "Etwamengen" sind im obigen Bild zu schätzen. Mit einem Ei anrühren (warum nur 1 Ei: weils langet!), etwas Salz, hier war ein ganzer Eßlöffel, eher mehr statt weniger, so um ein Prozent der Mehlmenge sollte es sein, nach und nach Wasser, hier etwas mehr als eine Tasse zugeben, dann das Spätzlesgelb ... nun wird geschlagen .... Den Kochlöffel in den Teig batschen, hochziehen, wieder batschen und dabei die Schüssel langsam drehen, bis der Teig geschmeidig glänzt und schwätzt.

In kochendes Wasser schaben (Trick hier: 2 Eßlöffel des Gels von den Bauchscheiben den Kochwasser zugeben). Mit einen Schaumlöffel in einem Seiher abtropfen kurz lasen und in einer mit wenigen Tropfen Öl lauwarmen Pfanne warmhalten, ab und zu wenden. Auf kalt Abschrecken wird verzichtet.


Spätzlesteig muß sich ziehen lassen
Wenn der Spätzlesteig sich so ziehen läßt, ist der Teig genau richtig für das Spätzlesbrett



Dui Laisa (die Linsen):

Die gelbe Rübe und den Sellerie zu linsengroßen Stücken schneiden. Den Lauch ebenso in feine Ringe. Die Linsen mit reichlich Wasser und dem Gemüse und eine satte Messerspitze gemahlenen Kümmel dazu geben (schmeckt später neimand raus, doch die Wirkungen sind sehr positiv!). Im Siko etwa 45 Minuten garen. Bei einem Anderen geht es vielleicht schneller, die Zeit hat sich bei mir in der Praxis als gut erwiesen.

Zwischendurch eine Mehlschwitze mit dem Schmalz der Bauchscheiben ansetzen, die auf der Alb hatten eher Schmalz als Butter oder Öl. Die Menge richtet sich nach den persönlchen Erfahrung für Soßen. Mit etwas Wasser aus den jetzt fertigen Linsen ablöschen und mit dem Gel und restlichen Schmalz unter die Linsen rühern. An die Bauchscheiben denken, die sollten noch mit den Linsen ziehen. Sanft umrühren bis die Stärke gut mit den Linsen abgebunden hat . Durch das Schmalz werden die Linsen so richtig sämig. Den obligatorischen Eßlöffel Essig dazugeben. Gewürze und Salz je nach Wunsch. ... Fertig!

Und wieder hat ein Blogevent Spaß gemacht.

Ich verbliebe, wie immer, mit
sonnigsten Grüßen

Werner


Blog-Event XCVI - Linsen (Einsendeschluss 15. März 2014)

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