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Blog-Event: Gebt mir den Rest

Wildkräuterknödel in Wildkräuter-Käse-Schinken-Sauce





Salu liebe Sabine und Freunde,

mein bescheidener Beitrag zum Blogevent wieder etwas weniger klassisch. Dank der Oma aus Bayern ist auch diesmal was hängen beblieben.

Die Einführung wiederholt sich:

Arme Leut bin ich auch. Ich hasse es wenn Lebensmittel weggeworfen werden. So war ich so frech und fragte unseren Automatenbestücker, was er mit den Bröchen vom Vortag mache, er müße sie wegwerfen. Häh? Ja. Vorschrift,...ich sage dir aber wo... Seitdem sind immer wieder Brötchen vom Vortag auf der Karte. Nur Brotsuppe und Brötle mit Ei sind auch irgendwann mal zuviel. Die Wiese vor dem Haus ist ein genialer Zubehöhrlieferant. Trockene Brötle sind Arme-Leute-Essen, warum ned au scho wiedermal Semmelknödel, wie sonst auch, doch diesmal mit Widkräuter?

Also gedacht, getan: Wildkräuterknödel in Wildkräuter-Käse-Schinken-Sauce

Als Erstes: Die belegten Weckles vom Vortag, diesmal viel, sonst eher weniger oder bestenfalls keine:

weckles


Alle schön auspacken. Die sind belegt mit Salami, Schinken oder Käse, jeweils mit einem Blatt Eissalat und drei - 3 - Scheiben Gurke. Je nachdem, wer der Bestücker war, sind die Gurken auf der Weichseite oder Butterseite. Gurken sind eigentlich Wasser mit Geschmack und evangelisch. Wie jeder auffrechte Komfirmand müßen sie Wasser lassen. Mit anderen Worten, die Teile mit der Gurkenseite sind unbrauchbar und landen im Sommer auf den Kompost, in Winter dienen sie, nach Trocknung, als Brennstoff, ein Kilogramm hat denselben Brennwert wie Kohle oder Pellets. Der Schinken wird in der Microwelle trocken gegart, weil er eben anfälliger ist. Salami und Käse in den Kühlschrank. Das restliche Brot in dünne Scheiben geschnitten und in den Kachelofen zur Trocknung. Im Sommer mit dem Solartrockner. Einwandfreies Paniergut oder Semmelbrösel. Der aufmerksame Leser erkennt sofort die erste Zutat: Semmelbrösel oder Panierschnitzel.

Weitere Zutaten:   2 Eier, Salz, Öl, Peterling, Thymian, Schnittlauch und Maggikraut aus dem Garten, eigens Apfelsaftkonzentratm statt Zitrone

Wildkräuter:  Gundermann, Giersch, Vogelmiere, Spitzwegerich, Brennessel, Taubnessel, Zitronenmelisse, Löwenzahn von der Wiese vor dem Haus, Satte zwei Hände voll.

Sonstiger Rest:  Was von Einkochen einer Bärlauch-Auberginen-Paste übrig war.

Zubereitung:

Semmelknödel, klassich mit Ei und angetrochnetem Giersch und Gundermann, sowie Peterling und Thymian.

Sauce: Restliche Wildkräuter mit Thymian und Apfelsaftkonzentrat aufkochen, die Salami als Scheiben wegen der Fettspende mitkochen. Etwas Öl hilft auch.

Abkühlen lassen, im Mixer pürrieren.

Mit Brotscheibchen als Binder und der kleingschnitten Salami sowie getrockneten Schinken aufkochen, Käse als Cremebeigabe.

Semmelködel mit Wildkräutersauce

Knödel

Natürlich voll uncroovige Präsentation, die anderen können es deutlich besser. Sogar besser Kochen. Smile... Ich denke jedenfals die Reste sind optimal und schmackhaft verwertet. Der Württemberger in mir freut sich, 50 Cent für eine vollwertige Mahlzeit plus Strom. Geht doch. Man nimmt halt was man bekommt. Ist auch ungewöhnlich, bei Resten umzudenken und als Zutaten zu verwenden. Dein Blogevent hat viel Spaß gemacht. Ich hoffe wir schreiben uns wieder.

Sonnige Grüße

Werner


Gebt mir den Rest!

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